Firefox veröffentlicht erste Testversion für Windows on ARM

Sowohl Firefox als auch Google Chrome werden in diesem Jahr als native Version für Windows on ARM erscheinen und damit die Browser-Auswahl auf dieser Plattform deutlich erweitern. Bislang steht nur Microsoft Edge nativ unter Windows on ARM zur Verfügung, andere Browser sind nur über die x86-Emulation lauffähig und dementsprechend deutlich langsamer, als sie auf dieser Hardware sein könnten.

Es ist sozusagen ein historischer Moment: Firefox hat das Rennen um die allererste öffentlich verfügbare Version eines 3rd-Party-Browsers für Windows on ARM gewonnen und die erste „Nightly-Build“ zum Download bereitgestellt. Man findet sie (und die Folgeversionen) in diesem Verzeichnis (direkter Download).

Die Entwickler weisen darauf hin, dass diese ersten Testversionen „Noch Nightlier“ sind als üblich, sie durchlaufen nicht die automatischen Tests und man muss dementsprechend mit noch mehr Bugs rechnen. Einige Funktionen sind außerdem noch deaktiviert, zum Beispiel WebRTC oder die Encrypted Media Extensions, die man beispielsweise benötigt, um Netflix im Browser zu schauen. Der integrierte Updater funktioniert allerdings, wer jetzt mit dem Test startet, der bleibt also auf dem Laufenden und kann den Fortschritt live beobachten.

Voraussetzung ist natürlich, dass man ein Windows on ARM-Gerät besitzt, das dürfte bei den wenigsten unserer Leser der Fall sein. Aber vielleicht findet sich ja der Eine oder Andere und kann uns in den Kommentaren von seiner Erfahrung berichten. Ich selbst kann nicht damit dienen, denn ich habe mich ausnahmsweise mal an meine eigenen Empfehlungen gehalten und bisher kein entsprechendes Gerät gekauft.

Es ist ein erster von vielen spannenden Schritten, die uns in diesem Jahr bezüglich Windows on ARM bevor stehen. Ich behaupte jetzt einfach mal ganz kühn: Die Diskussionen um Sinn oder Unsinn dieser Plattform werden zum Ende des Jahres verstummt sein.

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