Powerbank RAVPower 20100mAh ausprobiert: Teuer, aber kraftvoll

Powerbanks sind für viele Smartphone-Intensivnutzer ein nützlicher und zugleich lästiger Begleiter. Am liebsten würde man ja darauf verzichten, wer aber den ganzen Tag unterwegs ist und viel mit dem Phone arbeitet, der wird immer wieder in Situationen kommen, in denen ihm der Saft ausgeht.

Längst sind Powerbanks aber nicht mehr nur für Smartphones und Tablets eine wichtige Stromquelle, auch Laptops lassen sich damit laden – vorausgesetzt, die Leistung stimmt.

Das kann man von der RAVPower 20100 mit gutem Gewissen behaupten. Das kleine Kraftpaket wurde mir für einen Test kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die 20.100 in der Modellnummer steht für die Kapazität in mAh, das habt ihr sicherlich schon erraten. Damit lassen sich Smartphones und Tablets gleich mehrmals komplett aufladen. Die eigentliche Stärke soll jedoch der USB-C Ladeanschluss sein, der Power Delivery unterstützt und eine beachtliche Ausgangsleistung von 45 Watt bietet. Geräte wie MacBook Pro, Dell XPS 15/13 oder Nintendo Switch werden in der Produktbeschreibung als kompatibel ausgewiesen.

RAVPower 20100

Ob die Leistungsangabe wirklich stimmt, lässt sich aber mit einem anderen Gerät perfekt überprüfen: Das Surface Book 2 verlangt nämlich nach einem Ladegerät mit mindestens 44 Watt, um via USB-C aufgeladen zu werden. Schließt man ein schwächeres Ladegerät an, passiert nichts. Somit war das Book 2 der ideale Kandidat, um zu überprüfen, ob RAVPower hier korrekte Angaben macht.

Und siehe da: Es funktioniert. Ich schloss das RAVPower 20100 an mein Surface Book 2 an, als der Akkustand auf 19 Prozent gesunken war und der Stromsparmodus aktiviert wurde. Dann arbeitete ich wie gewohnt weiter. Nach etwa einer halben Stunde kontrollierte ich die Akku-Anzeige: Jetzt stand sie bei 33 Prozent. Die Powerbank hat also genug Leistung, um das Book 2 auch im laufenden Betrieb aufzuladen. Eine weitere Stunde später war der Akku bei 51 Prozent angekommen.

Ich fuhr das Book nun herunter und wartete nochmal eine Stunde. Nun war ich ein wenig enttäuscht, weil der Akku nur bei 63 Prozent stand, aber das hatte eine ganz einfache Ursache: Das RAVPower 20100 war ausgesaugt. Das hat mich dann doch überrascht, denn die Kapazität des Akkus beim Surface Book 2 liegt bei etwa 10.000 mAh, trotz gleichzeitiger Nutzung hätte die Powerbank zumindest theoretisch noch genug Kondition haben müssen, um den Akku voll aufzuladen. Diese theoretischen Werte sind in der Praxis allerdings schwer nachvollziehbar, und um wirklich belastbare Infos zu bekommen, hätte man natürlich entsprechende Messgeräte verwenden müssen.

Rein praxisbezogen kann man festhalten, dass man die Zeit, bis das Surface Book 2 wieder an die Steckdose muss, mit dem RAVPower 20100 um vier bis fünf Stunden verlängern kann – zumindest in meinem persönlichen Nutzungs-Szenario. Das ist ein durchaus ordentlicher Wert. Beim Surface Go, dessen Akku nur etwa 3.500 mAh fasst, dürfte diese Zeitspanne entsprechend länger ausfallen.

RAVPower 20100

Wer nach einem mobilen Ladegerät für sein Surface Book 2 oder Surface Go sucht, kann zum RAVPower 20100 greifen – vorausgesetzt, er ist bereit, die 59,99 Euro zu investieren. Das ist viel Geld, damit liegt das RAVPower aber dennoch im gesicherten Mittelfeld, es gibt deutlich teurere, aber auch günstigere Alternativen. Bei Akkus gilt für mich allerdings der Grundsatz: Je günstiger der Preis, desto größer mein Misstrauen, dass die versprochenen Leistungswerte auch stimmen.

Neben ein wenig Kleingeld braucht man außerdem noch Platz in der Tasche, wie das obige Bild zeigt – ich habe zum Vergleich eine meiner Brillen daneben gelegt. Das Gewicht liegt bei etwa 400 Gramm.

Zu kaufen gibt es das RAVPower 20100 bei Amazon.

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