Schneller, schöner, besser: Mozilla hat 2019 große Pläne mit Thunderbird

Wie sich die Zeiten doch ändern können: Es ist knapp drei Jahre her, da versetzte die Mozilla Foundation ihrem E-Mail-Client Thunderbird quasi den Todesstoß, als man ankündigte, das Projekt in den Wartungsmodus zu versetzen und es baldmöglichst auszugliedern.

Es folgte eine längere Phase des „Wachkomas“, ehe Mozilla im Mai 2017 schließlich verkündete, dass Thunderbird nun doch Teil der Foundation bleiben und einen echten Neustart hinlegen wird. Kevin hatte das seinerzeit aufgegriffen und kritisch kommentiert.

Seitdem hat sich in der Tat wieder mehr bewegt, und im Jahr 2019 soll Thunderbird nun wieder so richtig durchstarten. Wie man auf dem hauseigenen Blog mitteilt, wird das Entwicklungsteam fast verdoppelt: Zu den acht Mitarbeitern, die aktuell in Vollzeit an Thunderbird arbeiten, sollen baldmöglichst sechs weitere hinzu kommen.

Der Fokus der Entwicklung soll primär auf Stabilität, vor allen Dingen aber auf die Performance gelegt werden. Die neuen Mitarbeiter sollen sich genau anschauen, an welchen Stellen es bei Thunderbird hakt, und diese dann ganz gezielt optimieren.

Darüber hinaus will man sich das Feedback der Nutzer vornehmen, was die Oberfläche und die Funktionalitäten betrifft. Neben einem modernen Outfit soll Thunderbirds Usability verbessert werden, unter anderem durch eine optimierte Gmail-Unterstützung, die dann auch den Label-Support beinhaltet. Außerdem soll Thunderbird besser an die Benachrichtigungs-Systeme der jeweiligen Plattform andocken und sich so auf allen Betriebssystemen nativer anfühlen.

Ein weiterer Schwerpunkt soll auf den Themen Sicherheit und Privatsphäre liegen, zu diesem Zweck hat man einen Mitarbeiter engagiert, der sich ausschließlich darum kümmert. Er soll unter anderem mithelfen, das Verschicken verschlüsselter E-Mails mit Thunderbird so einfach wie möglich zu gestalten.

Haben wir unter unseren Lesern noch Thunderbird-Nutzer? Bis vor einigen Jahren war das tatsächlich mein bevorzugtes Mailprogramm, bis es mich dann zu Outlook verschlagen hat. Einen Wechsel zurück kann ich mir derzeit nicht vorstellen, aber vielleicht sollte ich mir mal wieder ansehen, was aus Thunderbird in der Zwischenzeit geworden ist – und in Zukunft noch wird.

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